Das whiteout PSL ist ein 64 Steps Sequencer für das Launchpad und Ableton Live. Realisiert wurde das Ganze in Processing unter Verwendung der coolen Bibliotheken controlP5 von Andreas Schlegel, Launchpad von Tobias Bielohlawek, sowie MidiBus von Severin Smith.
Für Tests, Anregungen und Begeisterungsfähigkeit bedanke ich mich ganz herzlich bei Andreas Zant. Ohne ihn hätte ich den Sequencer wahrscheinlich nicht mehr online gestellt. Von ihm stammt auch der Name “whiteout”. Dank Dir Andi!
Bisher nur auf OSX getestet. Zur Kommunikation und zum Austausch wird ein IAC Treiber genutzt. Die Benennung des Treibers ist im Programmcode hinterlegt. PC Nutzer müßten aber wahrscheinlich nur den MidiYoke Treiber nach der Vorgabe (s.u.) benennen.
Setup
IAC Treiber aktivieren im “Audio-Midi-Setup”. Den IAC Treiber “whiteout” benennen. Wie schon erwähnt ist diese Namensgebung im Programmcode hinterlegt und muß so verwendet werden, will man nicht den code ändern.
In den Einstellungen von Ableton live unter “Midi Sync” den IAC Treiber bei den “MIDI Ports” aktivieren.
Input: Track auf ON
Output: Track auf ON, Sync auf ON
Das Launchpad kann man als “Control Surface” aktiv lassen. Der Sequencer liegt auf dem “user 2″ button des Launchpads.
In beliebigem MIDI Track oder MIDI Instrument, bei “MIDI from” den IAC Treiber wählen.
Gebrauch
Starte zuerst Ableton live, steck das Launchpad ein und dann erst öffene whiteout.
Die 64 Steps sind in 8 zu- bzw. abschaltbare Zeilen aufgeteilt, oder anders ausgedrückt 8 kleine 8 StepSequencer die in Reihe geschaltet sind.
Gearbeitet wird in 2 Modi. Einmal der Modus in dem die 8 Zeilen zu- bzw. abgeschaltet werden können (Ablaufmodus) und ein Modus um für einen bestimmten Schritt die zu spielende Note festzulegen (Notenmodus).
Sequencer aktivieren
Mit der Taste “user2″ kommt man in den Sequencer. Dieser befindet sich standardmäßig im Ablaufmodus.
Die runde Tastenreihe rechts leuchtet nun rot. Jede Zeile neben der eine rote runde Taste leuchtet ist aktiv.
Der Sequencer startet erst wenn der Transport von live aktiviert wurde bzw. wenn ein Clip gestartet wird. Der gestartete Sequencer zeigt ein rotes Lauflicht.
Ablauffolge ändern
Der Sequencer läuft die aktiven bzw. zugeschalteten Zeilen immer von oben nach unten durch.
Im Ablaufmodus kann durch drücken der runden Tasten rechts Zeilenweise die Ablauffolge des Sequenzen geändert werden.
Schritt setzen / Noten ändern / löschen
Drücken einer der Tasten der Tastenmatrix setzt einen Schritt bzw. eine Note. Die Taste blinkt, der Sequencer ist jetzt im Notenmodus. Die runde Tastenreihe rechts ist nun dazu da um eine von 8 Noten zu vergeben. Die 4 runden Tasten oben links sind zum Einstellen der Oktave der Note.
Durch nochmaliges drücken der selben Taste verläßt man den Notenmodus. Durch drücken einer Taste mit nicht gesetztem Schritt, setzt man wieder einen Schritt/eine Note.
Im Noten- oder Ablaufmodus kann durch drücken einer Taste mit gesetztem Schritt dieser gelöscht werden. Nochmaliges drücken setzt diesen wieder mit den vorher vorgenommenen Einstellungen.
Globale Einstellungen
Mit den Software Interfaceelementen im Fenster kann man global die Werte von “clock”, “notelength” und “velocity” einstellen (slider), oder durch drücken der Toggletasten den besagten Werten Zufallswerte vergeben.
Der HONG KONG Sequenzer ist ein Zufalls-Sequenzer (momentan mit 8-Steps realisiert) zur Ansteuerung eines analogen Synthesizers, in meinem Fall ein Dark Energy von Doepfer. Ausgegeben werden über Mini-Klinkenbuchsen 4 unterschiedliche Kontrollspannungen (8-bit PWM Signal):
8 Zufallswerte (zw. 0V und 5V)
3 Zufallswerte (2 in Abhängigkeit voneinander)
8 Zufallswerte mit entweder 0V oder 5V (Gate)
permanenter Zufall (8-bit Rauschen)
Mittels Tastern kann jeweils eine neue Zufallssequenz erzeugt werden.
Über Kippschalter werden Zeit- und Schrittwerte (z.B. 4 oder 8 Steps) sowie die Reihenfolge der Gatewerte reversibel manipuliert.
Das Ganze wurde in Arduino programmiert, auf ein Arduino Mini Pro Board geflasht und in ein Kunststoffgehäuse implantiert. Durch ein reprogrammieren des Chips kann das oben beschriebene Verhalten total verändert werden. Insofern ist das Verhalten nur eine Momentaufnahme oder auch eine Version unter vielen Weiteren.
Auf dem Bild unten sieht man außer dem Dark Energy und dem Hong Kong Sequenzer ein kleines Kästchen zur Klang Beeinflussung. Auf dem Kästchen befindet sich ein variabler Widerstand (Drucksensor) und darin ein Kondensator, womit das rauhe 8-Bit PWM Signal “analogisiert” und verschliffen wird.
4 Pure Data patches die das Launchpad zur drum machine machen. Getestet bisher nur auf dem mac (es werden IAC Treiber genutzt, das PC äquivalent ist wohl MIDIYoke) und optimiert für ableton live .
Der Doepfer Dark Energy in ‘Mainstream’ wurde mit einem, in Pure Data gepatchten, 16-Step Sequenzer programmiert. Mit dem simplen Sequenzer ist es möglich die Midiwerte von ‘pitch’, ‘duration’, ‘velocity’ und ‘pitchbend’ zu manipulieren, bzw. die Werte für alle Parameter zufällig programmieren zu lassen.
“Gespielt” mit einem iPodTouch durch TouchOSC/Pure Data/Ableton.
Mittels Pure Data werden zufällige Midinoten erzeugt. Jedoch ist nicht alles dem Zufall überlassen. Durch gezielte Beeinflussung wurde der Oktavbereich bzw. die Anschlagdynamik begrenzt bzw. erweitert sowie die Wahrscheinlichkeit wann ein Intermezzo ausgelöst wird manipuliert.